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Philokalos - Religionen, viele Wege führen zu Gott - Religion als verschiedene Wege mit demselben Ziel. Betrachtungen eines Gott-Suchenden auf einem mystischen Weg hin zu Gott

Religionen - viele Wege führen zu Gott

Auf meiner Suche nach Gott bin ich vielen Religionen und Philosophien begegnet, in allen fand ich das was ich 'gott-inspirierte Reden' nenne, überall fand ich Sichtweisen die mir halfen, ein klein wenig tiefer in das Geheimnis des Schöpfers zu schauen. Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass viele Religionen den Menschen zu Gott führen können und Werte vermitteln, die Gott würdig sind.
 
Dass ich nach einem Jahrzehnt der Gottessuche in der christlichen Mystik landete und hier meine Heimat fand, will nicht für sich in Anspruch nehmen, den christlichen Weg als den Besten oder gar den Einzigen hinzustellen.
 
Gott der Allmächtige hat zu vielen gesprochen, er zeigt uns viele Wege die zu ihm führen, wer da um den Weg streitet, hat das Ziel offensichtlich vergessen.
 
Das Projekt 'Weltethos' zeigt dies eindrücklich, alle führenden Religionen sind aufgrund ihrer heiligen Schriften zur Nächstenliebe verpflichtet:
 
Christentum:
Alles, was Ihr wollt, dass euch die Menschen tun,
das tut auch Ihr ihnen ebenso.
Jesus nach Mt 7,12; Lk 6,31
 
Judentum:
Tue nicht anderen,
was du nicht willst, dass sie dir tun.
Rabbi Hillel, Sabbat 31°
 
Islam:
Keiner von euch ist ein Gläubiger,
solange er nicht seinem Bruder wünscht,
was er sich selber wünscht.
40 Hadithe (Sprüche Mohammads) von an-Nawawi 13
 
Chinesische Religion:
Was du selbst nicht wünschst,
das tu auch nicht anderen Menschen an.
Konfuzius, Gespräche 15,23
 
Buddhismus:
Ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist,
soll es auch nicht für ihn sein,
und ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist,
wie kann ich ihn einem anderen zumuten?
Samyutta Nikaya V,353.35-354.2
 
Hinduismus:
Man sollte sich gegenüber anderen nicht in einer Weise benehmen,
die für einen selbst unangenehm ist,
das ist das Wesen der Moral.
Mahabharata XIII,114.8
 
Jainismus:
Gleichgültig gegenüber weltlichen Dingen sollte der Mensch wandeln
und alle Geschöpfe in der Welt behandeln, wie er selbst behandelt sein möchte.
Sutrakritanga I.11.33

Wenn wir lernen würden, Gemeinsames stärker zu werten als Unterschiedliches, dann wäre der Weg zu wahrer Ökumene möglich, dann wäre Frieden unter den Völkern im Bereich des Vorstellbaren.
 
Ein Name ist eine Bezeichnung für etwas einziges unter vielen.
Darum ist es unvernünftig, zu glauben, dass Gott, der einer und einzig ist,
einen zusätzlichen Namen besitzt.
Gott nämlich bedeutet der Anfanglose,
der das All um des Menschen willen geschaffen hat.

(Antonios der Grosse, 162. Belehrung)

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