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Philokalos - in Gottes Schöpfung versinken - Gott in der gesamten Schöpfung erleben. Betrachtungen eines Gott-Suchenden auf einem mystischen Weg hin zu Gott

Natur - in Gottes Schöpfung versinken

Die Natur gibt mir die Möglichkeit, Gottes Schöpfung wahrzunehmen, die Harmonie dieses riesigen Gesamtsystems mit all den unzähligen Wundern zu bestaunen.
 
Die Natur gibt mir aber auch eine Kirche, ein Paradies der Stille, fern moderner Hektik, ein Ort an dem man Gottes Atem noch spüren kann.
 
Weiterführendes: Wald-Impressionen

Tiere, fühlend und intelligent

Ich wundere mich wirklich, dass es immer noch Menschen gibt, die Tieren Intelligenz oder gar Gefühle absprechen.
Wer dies tut, verleugnet so ziemlich alle wissenschaftlichen Erkenntnisse in dieser Frage!

Es scheint mir, als ob viele Religiöse sich damit schwer tun, weil sie der Frage nach der Beseeltheit des Tieres ausweichen wollen........ oder weil wir eigentlich wissen, dass wir Tiere in geradezu grausamer Weise ausbeuten.
 
166.
Es gibt nämlich vier verschiedene Arten von Lebewesen.
Die einen sind unsterblich und beseelt, wie die Engel.
Die anderen besitzen einen Geist, eine Seele und Atem, wie die Menschen.
Wieder andere Atem und eine Seele, wie die Tiere.
Andere schliesslich besitzen allein das Leben, wie die Pflanzen.
Bei den Pflanzen besteht das Leben ohne Seele, Atem, Geist und Unsterblichkeit.
Alles andere jedoch kann ohne das Leben nicht existieren.
Jede Seele aber - und zwar selbstverständlich die des Menschen - befindet sich stets in Bewegung von einem Ort zum anderen.

(hl.Antonios der Grosse)

Seele, Gefühle, Intelligenz, das sind meines Erachtens drei verschiedene Themen und selbst dem fundamentalsten Christen würde eigentlich kein Zacken aus der Krone fallen, wenn er anderen Lebewesen wenigstens Gefühle und Intelligenz zugestehen würde.
 
Denn die Schau Gottes wird auf vielfache Art erfasst und wahrgenommen.
Gott wird nämlich nicht nur in seiner seligen und unfassbaren Wesenheit erkannt,
denn dies ist in der kommenden Zeit allein für seine Heiligen aufbewahrt.
Vielmehr wird er auch erkannt aus der Pracht und Schönheit seiner Schöpfung
und aus seinem Walten und seiner Vorsehung, welche sich Tag für Tag vollziehen,
sowie aus seiner Gerechtigkeit und seinen Wundertagen,
die er in jeder Generation an seinen Heiligen sehen lässt.

(Johannes Cassianus)